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Römerhelme etc.

V

Venator

Gast
Also ich interessiere mich, wie schon 1000 fach geschrieben, sehr für die römische Geschichte und natürlich auch die dazugehörigen Artefakte....

Dazu gehört natürlich auch das ich schon in etlichen Museen und Ausgrabungsstätten War und besucht habe! War schon in fast allen Schauplätzen...auch Südfrankreich und Italien.

Und jetzt kommen wir zum Thema:

Die römische Armee bestand aus ca. einer halben Million Legionären. Unter anderem War ein Großteil hier in Germania stationiert. Es gab viele Schlachten und Kultur der damaligen Besatzer.

Aber:
Warum werden nur Datteln, Münzen oder mal Pfeile gefunden?
Wo sind denn die Helme oder Schwerter? Die können doch nicht alles wieder im Lauf der Jahrhunderte abtransportiert haben?!

Erst letztens War ich in Trier in der Nero-Ausstellung. Dort waren Helme etc. Aber eben alles Exponate aus Italia. Ich versteh das nicht. Eigentlich müssten die Wälder doch hier voll liegen????

Kann mich da mal bitte wer aufklären??
 

daaners

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Ich könnte mir vorstellen das die größeren gegenstände wie helme oder Schwerter von der landbevölkerung oder den gegnern mit genommen wurden. Die kleinteile wurden ohne sonde nicht so leicht gefunden.
 

Sondel-Oink

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Alter freund , das kann ich dir erklären , wenn auch nur als vermutung von mir .
Kein anderes helmmodell war in der römischen armee so lange in gebrauch, wie der helm vom typ montefortino. Von beginn der punischen kriege im 3. jahrhundert v. chr. bis in die zeit kaiser augustus gehörte er zur standardausrüstung des legionärs. Wenn du dir die zeitspanne betrachtest , ist das schon ein arsch voller jahre . Bedenke dass der helm eventuell noch unter erde liegt , sagen wir mal 80 cm , dann wird dir auch klar , warum du die teile so selten findest . Denn , nach der eroberung galliens durch julius cäsar im 1. jahrhundert v. chr. ließen die römer einheitliche helmtypen produzieren . Zunächst war das der coolus-typ, ein bronzehelm mit runder glocke und wangenklappen keltischen stils , welche mit lederbändern zusammengebunden werden konnten. Ab dem 1. jahrhundert wurden eisenhelme verwendet , bekannt als kaiserlich-gallische helme . Dazu kommt noch die christa , welche bei einigen römischen helmen ein aus gefärbtem rosshaar, teilweise aus federn bestehender, kammartiger helmbusch gewesen war .
So , jetzt schaust du dir mal die materialien an , die lagezeit im erdreich , und dann kommst du schon selber drauf warum du diese teile so selten findest . Der selbe zersetzungsprozess findet auch bei schwertern statt , und wiederum bei diesen , ist es höchst selten, mal ein exemplar zu finden , das noch in einem guten zustand ist .
Ich hoffe meine these hat dir etwas geholfen .
Lg . S-O ;);)
 

bx812

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Also ich habe mal sowas wie eine Machete oder Schwert gefunden. War komplett verrottet und noch Papier dick, ausserdem in 3 Teile zerbrochen, eventuell der Grund warum es dort lag.
Mal abgesehen von den grossen Schlachten, die Ausruestung wurde damals ja groesstenteils von den Legionaeren selbst bezahlt, hinzu kam das Waffen verlieren unter Strafe stand. Ein weiterer Grund vermutlich warum man so wenig davon findet. Aber halt auch nur Vermutung..
 
V

Venator

Gast
Alter freund , das kann ich dir erklären , wenn auch nur als vermutung von mir .
Kein anderes helmmodell war in der römischen armee so lange in gebrauch, wie der helm vom typ montefortino. Von beginn der punischen kriege im 3. jahrhundert v. chr. bis in die zeit kaiser augustus gehörte er zur standardausrüstung des legionärs. Wenn du dir die zeitspanne betrachtest , ist das schon ein arsch voller jahre . Bedenke dass der helm eventuell noch unter erde liegt , sagen wir mal 80 cm , dann wird dir auch klar , warum du die teile so selten findest . Denn , nach der eroberung galliens durch julius cäsar im 1. jahrhundert v. chr. ließen die römer einheitliche helmtypen produzieren . Zunächst war das der coolus-typ, ein bronzehelm mit runder glocke und wangenklappen keltischen stils , welche mit lederbändern zusammengebunden werden konnten. Ab dem 1. jahrhundert wurden eisenhelme verwendet , bekannt als kaiserlich-gallische helme . Dazu kommt noch die christa , welche bei einigen römischen helmen ein aus gefärbtem rosshaar, teilweise aus federn bestehender, kammartiger helmbusch gewesen war .
So , jetzt schaust du dir mal die materialien an , die lagezeit im erdreich , und dann kommst du schon selber drauf warum du diese teile so selten findest . Der selbe zersetzungsprozess findet auch bei schwertern statt , und wiederum bei diesen , ist es höchst selten, mal ein exemplar zu finden , das noch in einem guten zustand ist .
Ich hoffe meine these hat dir etwas geholfen .
Lg . S-O ;);)

Ich War ja im Reanactment als römischer Legionär aktiv. Wir stellten die X. Legion zu Zeiten Cäsars dar. Als Helm wurde ebenfalls der Montefortino benutzt. Den ich immer noch habe. Ein 1:1 Replik.

Wirklich einheitliche Rüstungen gab es so wirklich nie. Auch zur Augusteichen Zeit. Den Coolus Helm habe ich auch. Habe ca. 6 verschiedene römische Helmtypen.

Es gab zwar die Heeresreform von Marius -Jedoch muss man bedenken das die meisten Legionäre, trotz Sold, bettelarm waren. Wie der größte Teil der römischen Bevölkerung.

@bx812 hat es meiner Meinung nach sehr schön beschrieben. Der größte Teil wurde vom Legionär selbst gezahlt (Vor der Heeresreform). Ein einfacher Legionär lief auch in schlichten,farbfreien Tunicen rum. Ein Centurio oder Legat hingegen konnte sich auch mal ein schönes rot oder knalliges blau aus Ägypten leisten.

Viele Helme waren aus Bronze oder waren legiert. In Spanien wurden viele solcher Artefakte gefunden. In dem Punkt muss ich ebenfalls @Sondel-Oink zustimmen. Da macht der Boden viel aus.

Trotzdem wäre es der Oberhammer mal sowas zu finden ☺
 
G

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Gast
Ich könnte mir denken die haben aus den Helmen Kochtöpfe unsw. gemacht wo der Krieg vorbei war.
Es gab sicher Fälle wo Leute in ein Hochmoor oder Moor versunken sind. Später baute man Straßen und
Bach und Fluss Begradigungen. Da wo früher ein Moor war, dieses aber das Wasser entzogen wurde könnte man noch solche
Sachen finden. Im Moor konserviert und später ? Ich weis nun nicht was chemisch abgeht ob ein Moor dann zur Lehm Grube wird ?
 

Sondel-Oink

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Ich könnte mir denken die haben aus den Helmen Kochtöpfe unsw. gemacht wo der Krieg vorbei war.
Es gab sicher Fälle wo Leute in ein Hochmoor oder Moor versunken sind. Später baute man Straßen und
Bach und Fluss Begradigungen. Da wo früher ein Moor war, dieses aber das Wasser entzogen wurde könnte man noch solche
Sachen finden. Im Moor konserviert und später ? Ich weis nun nicht was chemisch abgeht ob ein Moor dann zur Lehm Grube wird ?

Moin ,
wenn man dem moor das wasser entzieht , dann wird torf daraus . Kennste doch aus dem baumarkt : Dünger für blumenerde . Vieleicht mal einen sack kaufen , und mit der sonde drüber ?:rolleyes:
 
G

Gelöschtes Mitglied 1

Gast
Es gab mal eine Geschichte von einen Hochmoor wo 5 Römer mit samt Rüstung versunken sind.
Muss mal Link suchen.
 
W

Wiborg

Gast
Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass es auch damals ein "Recycling" von alten Gegenständen gab. Metallgegenstände wurden nicht einfach liegen gelassen, sondern von den jeweiligen Siegern und später den Plünderern/Fledderen eingesammelt. Man konnte es entweder verkaufen, selbst verwenden oder einer anderen Verwendung zuzuführen. Ist wesentlich effektiver als Eisenerz zu schürfen.
 

bx812

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Die Germanen haben teilweise Waffen und Ausruestungsgegenstaende der Roemer verwendet. Nicht nachvollziehen kann ich das an mittelalterlichen Schlachtfeldern so viel liegen blieb. Das haette man ja genausogut einschmelzen koennen..
 

Hamsterson

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Die Bronzekessel, die tausend oder zigtausend Male häufiger als die Helme im Gebrauch waren, findet man auch nicht jeden Tag bzw. gar nicht. Die Wahrscheinlichkeit einen Helm auf einem 0815 Acker zu finden ist gleich null.
 

Bayern Mark

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Hab den daheim Als deko bis ich mal richtigen Finde (Falls ich einen finde).
 

andrixx

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Ist schon lange her, aber die Frage ist wohl immer noch interessant für den einen oder anderen. Römerhelme haben mich nie so interessiert aber Keltenhelme....am Riegeloppidum Laas Riegel bei Förk in Kärnten und im Gailtal gabs keltische Massengräber, wo sowas regelmäßig raus kam bis dann die offizielle Grabung den Rest rausholte, die Eisenhelme und verbogenen Schwerter waren unglaublich gut erhalten wegen dem Kalkboden
 
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