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Der Mann, der heimlich eine Burg fand

bx812

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Bruno Jagher war völlig klar, dass sein Vorhaben illegal ist. Trotzdem machte sich der heutige Basler SVP-Grossrat mit seinem Metalldetektor auf den Weg, um heimlich archäologische Schätze aus dem Baselbieter Boden zu graben. Stets parkierte er sein Auto weit weg, damit er, wenn er wegrennen musste, unerkannt zu seinem Fahrzeug gelangen konnte. Den Fluchtweg legte er sich bereits im Voraus zurecht. «Mit einem Ohr hörte ich auf den Metalldetektor, mit dem anderen auf allfällige Geräusche von herannahenden Wanderern», sagt Jagher.

Mehr als einmal musste er tatsächlich die Flucht ergreifen. «Einmal bin ich bei der Ruine Pfeffingen durch Dornengestrüpp den Felsen hochgeklettert, um nicht entdeckt zu werden.» Bei einer dieser Suchaktionen machte er einen sensationellen Fund – den er jedoch 15 lange Jahre geheim hielt.



Wie die Baselland gestern an ihrer Jahresmedienkonferenz mitteilte, hat Bruno Jagher auf der Mörlifluh oberhalb von Liedertswil nichts Geringeres als die Reste einer Burg aufgespürt, von der man bisher überhaupt nichts wusste. Als Erstes habe er den Halsgraben (künstlich angelegter Wehrgraben) entdeckt, erzählt Jagher: «Zuerst dachte ich, es sei eine Minenwerfer-Stellung. Doch dann habe ich Pfeilspitzen, Hufnägel und einen eisernen Reitsporn gefunden. Da wusste ich: Hier war eine Burg.» Aus den Funden, die teilweise aus dem 10. Jahrhundert stammen, schliessen die Archäologen, dass hier eine frühe Adelsburg aus dem Mittelalter stand, die den Mächtigen die Kontrolle über das Eisenabbaugebiet erlaubte (siehe ).

«Mir kamen fast die Tränen»

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