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Batterieladegerät Für Elektrolyse wie viel Ampere ?????

ROCKY-1971

Legende
Möchte mir eine Elektrolyse selber Bauen
Weis einer wie viele Ampere das Batterieladegerät haben sollte
Damit es das tut was es auch soll
Es gibt von 4 bis 30 Ampere was ich gefunden habe
Danke schon mal im voraus
 

iRadio

Mitglied
Beim Elektrolysebad ist vor allem die Spannung wichtig. Bestens Indiz für die Spannung ist Bläschenbildung am Metall nach wenigen Minuten. Kannst du sie nicht sehen, stell die Spannung (falls möglich) hoch. Bei den meisten Batterieladegeräten kann man 6V und 12V einstelln. Das sollte passen.

Wird das Gerät jedoch zu heiß oder steigen zu viele Luftblasen empor, solltest du die Spannung sogar wieder drosseln.

Zum Thema Stromstärke könnte man eine Lexikon schreiben: Laut meinen Erfahrungen sollte die Stromstärke nie zu hoch sein. Da sonst sinnloserweise die Gefahr einer Überspannung entsteht. Weniger ist hier mehr. Bisher bin ich mit einer geringen Stromstärken (unter 4A) stets zurechtgekommen, gegebenenfalls dauert es länger..
 

Prolin

Profi
Wozu dient genau die Elektrolyse? Lösen von Rost bei Eisengegenständen oder was genau kann man alles damit machen? Sorry wenn ich den Thread entfremde, vielleicht kann man es in 2-3 Sätzen zusammenfassen. :)
 

Sondel-Oink

Legende
Wozu dient genau die Elektrolyse? Lösen von Rost bei Eisengegenständen oder was genau kann man alles damit machen? Sorry wenn ich den Thread entfremde, vielleicht kann man es in 2-3 Sätzen zusammenfassen. :)
Unter elektrolyse (griech. „mittels Elektrizität trennen“) versteht man die aufspaltung einer chemischen verbindung unter einwirkung von strom.

Auch die elektrolytische auflösung von metallen in oder die abscheidung aus einem wässrigen medium zur reinigung oder schichterzeugung wird oft als elektrolyse bezeichnet. Hierunter fallen die katalytische metallabscheidung, die elektrolytische raffination z. b. von kupfer und im prinzip auch das laden eines Akkumulators .

Die elektrolyse ist die umkehrung der vorgänge in einer batterie ,der entladung eines akkumulators oder des betriebs einer brennstoffzelle .Bei der elektrolyse wird somit elektrische in chemische energie umgewandelt. Besonders im falle der wasserzerlegung in wasserstoff und sauerstoff ist das auch das ziel der elektrolyse .

Durch zwei elektroden wird ein elektrischer gleichstrom in eine leitfähige flüssigkeit geleitet. An den elektroden entstehen durch die elektrolyse reaktionsprodukte aus den im elektrolyten enthaltenen stoffen.

Die spannungsquelle bewirkt einen elektronenmangel in der mit dem pluspol, annode, verbundenen elektrode und einen elektronenüberschuss in der anderen, mit dem minuspol , kathode ,verbundenen elektrode. Die lösung zwischen der kathode und anode enthält als elektrolyte positiv oder negativ geladene ionen .Die positiv geladenen kationen wandern durch das anlegen einer spannung zur negativ geladenen kathode. An der kathode nehmen sie ein oder mehrere elektronen auf und werden dadurch reduziert. An der anode läuft der entgegengesetzte prozess ab. Dort geben die negativ geladenen anionen elektronen ab, werden also oxidiert. Die menge der an der anode übertragenen elektronen ist gleich der an der kathode übertragenen.

Alles verstanden ? Dann ist ja gut , denn ich hab davon kein plan . :whistling:
Was die spannung betrifft , denn ich baue seit jahren elektrolysen , die ich auch benutze , wie man in meinen filmen sehen kann , so ist die optimale spannung , für unsere zwecke , 12 volt . Je höher die ampere sind , desto schneller werden die teile sauber , kann aber bei hoher amperezahl die patina , oder das fundstück komplett zerstören . Nach meiner erfahrung , vom hufeisen bis granatsplitter , ist eine amperezahl von 5 ausreichend .
Aber wie immer , kommt das auf den betreiber der elektrolyse an was für ihn das beste resultat erbringt .

Mfg S-O
 

Sondel-Oink

Legende
Wird das Gerät jedoch zu heiß oder steigen zu viele Luftblasen empor, solltest du die Spannung sogar wieder drosseln
Das gerät wird nur zu heiß , wenn man ein fundstück mit 12 volt un 5 ampere in einer kaffeetasse reinigt . Was deine zuviele luftblasen betrifft , so ist dies ein gutes zeichen , denn daran siehst du dass das objekt das du am reinigen bist , vollen kontakt hat . Denn wenn keine luftblasen aufsteigen , kannst du deinen fund 3 jahre im wasser lassen mit eingeschaltetem ladegerät , denn dann hat der minuspol keinen kontakt .
 

Onkel Horscht

Moderator und Detektor Schrauber
Teammitglied
Achtung, jetzt kommt das Know-How aus der Elektrotechnik

Lämpel.pngUm Zeit zu sparen, gehen wir einfach davon aus, dass ich immer Recht habe...

Damit die Elektrolyse funktioniert muss Strom fließen. Wie viel Strom fließen soll, also wie schnell die Elektrolyse voranschreiten soll, ist dann Geschmackssache.

Hoher Strom:
schneller Abbau der Oxidschicht
grobe Reinigung
schnelles Zersetzen der Oberfläche
u.U. wird zu viel "gutes Material" abgetragen


Niedriger Strom:
langsamer Abbau der Oxidschicht
schonende Reinigung

Aber wie groß soll denn nun der Strom sein und von was ist er abhängig?

Grundsätzlich ist dieser von der Spannung und dem elektrischen Widerstand anhängig - das lässt sich aber auch ganz leicht mit Wasser erklären:

Die Spannung entspricht dem Druck in der Wasserleitung und den Widerstand kann man damit erklären, wer auf dem Wasserschlauch steht.
Wenn also keiner auf dem Schlauch steht kommt ganz viel Wasser raus (es fließt ein hoher Strom), wenn sich jetzt Oink oder ich drauf stellen, dann kommt (trotz gleichem Druck in der Leitung) weniger Wasser aus dem Schlauch - abhängig von unserem Gewicht und wenn wir uns beide drauf stellen, kommt wohl gar nix mehr raus. ;)
Über den Druck (die Spannung) kann ich aber in allen Fällen auch wieder die Menge des fließenden Wassers ändern.

Übertragen wir das auf die Elektrolyse:

Der fließende Strom ist also abhängig von der angelegten Spannung und vom vorherrschenden Widerstand.

Mit dem entsprechenden Netzteil kann ich die Spannung garnicht, in Stufen oder stufenlos einstellen - letzteres wäre natürlich die Luxusvariante, vorallem, wenn noch Messgeräte für Spannung und Strom eingebaut sind.
Habe ich so ein einstellbares Netzteil, so kann ich unabhängig von einigen anderen Parametern (zu denen komme ich gleich) sehr bequem den gewünschten Strom einstellen.

Wenn ich (meist) kein so tolles Netzteil habe, muss ich den Widerstand verändern - dabei gilt: je kleiner der Widerstand, desto größer der Strom (bei gleicher Spannung)

Was beeinflusst den Widerstand in unserer Elektrolyse:

Leitfähigkeit des Wasser-Backpulvergemisches ( ca. 1 EL auf 2l Wasser) - da habe ich noch keine Experimente für die optimale Mischung gemacht, aber das passt gut.
Größe der Oberfläche vom Anodenmaterial (Behälter oder ein Blech am Pluspol) je größer die Oberfläche, desto kleiner der Widerstand - Gitterförmige Metalle sind optimal (geht natürlich nicht, wenn ich den Behälter als Anode benutze)
Größe des zu reinigenden Fundes auch hier gilt: je größer die Oberfläche, desto kleiner der Widerstand
Abstand zwischen Anodenmaterial und Funden: je kleider der Abstand, desto kleiner der Widerstand - aber Achtung, da der Abstand nicht überall gleich groß sein kann: Je kleiner der Abstand, desto schneller wird das Material abgetragen; sind die Abstände zu sehr unterschiedlich, kann es dazu führen, dass an einer Stelle noch viel Rost hängt, eine andere Stelle (kleinster Abstand) aber schon "gutes Material" verliert.
Anfangs auch noch die Oberflächenbeschaffenheit unseres Fundes (Verunreinigungen), das führt dazu, dass Anfangs weniger Strom fließen wird, als später im Laufe der Elektrolyse.

Wichtig: Anodenmaterial und Fund sollten sich auf keinen Fall berühren, wenn ich nicht sicher bin, dass mein Netzteil kurzschluss fest ist - das kann zur Zerstörung des Netzeils führen! Daher ist der Einsatz eines Kunststoffkörbchens zwischen Anode und Fund empfehlenswert.

Und jetzt darf fleißig experimentiert und Erfahrung gesammelt werden - viel Erfolg.
 
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