Gesetzeslage zu Kampfmittelbeseitigung?

  • Hallo Leute,


    ich habe da mal ein paar Fragen an alle.

    Bezüglich des letzten YT-Videos vom GTH, ist mir das erste Mal bewusst geworden das scheinbar alle Bundesländer hier völlig unterschiedlich mit den Kosten für eine Kampfmittelbeseitigung umgehen.


    Wenn ich mein Bundesland Niedersachsen mal nehme, dann ist nach kurzer Internet Recherche klar, dass hier der Grundstückseigentümer auf den Kosten sitzen bleiben kann?


    Auf einer Please login to see this link. des Landes Niedersachsen liest sich das zwar eher harmlos, schaut man dann aber in ein zusätzliches Please login to see this link. der Behörde, wird dabei klar auf den Grundstückseigentümer verwiesen.

    Auch war mir nicht bewusst das in Niedersachsen scheinbar unterschieden wird zwischen Munition aus den deutschen Reihen und Munition der Alliierten?


    Mich würde grundsätzlich mal interessieren wer von Euch mit Kampfmitteln tatsächlich in Berührung gekommen ist?

    Wie ist das dann abgelaufen in seinem Bundesland?


    Für Niedersachsen stellt sich nun die Frage - könnten diese zu erwartenden Kosten - auch mit ein Grund dafür sein das Landwirte keine Sondler mehr auf ihre Äcker lassen wollen?


    Wer Kampfmittelräumdienst einfach mal sucht im Internet, dem werden unzählige "private" Firmen dazu angezeigt.

    Was auf einen großen Markt hin deuten lässt. Wenn die sich alle, wie Not-Schlüssel-Dienste verhalten, ist die Höhe der zu erwartenden Kosten scheinbar enorm?


    Ein sicherlich sehr interessantes Thema allgemein.


    Ich würde mich freuen wenn Ihr Eure Erfahrungen teilen würdet.


    Gruß Holger

  • MonacoDasch

    Onkel Horscht


    Vielen Dank für Eure Antworten.

    Ich versuche aus den oben recherchierten Informationen, etwas Licht ins dunkle zu bringen. Ausser Frage stehen die Kosten wohl in Nordrhein-Westfalen. Was ich auf gar keinen Fall möchte ist falsche Informationen in die Welt setzen, aber ich lese es für Niedersachsen wie folgt, Du rufst die Polizei, die ruft einen Kampfmittelräumdienst und am Ende passiert dann was?


    Die Gemeinde schluckt die Kosten oder der Grundstückseigentümer bezahlt?


    Logischerweise würde ich als Landwirt dann im letzten Fall, so einen Fehler definitiv auch nur einmal machen. Zumal jede einzelne gefundene Patrone, wenn sich denn noch "scharf" ist, genau rechtlich beschriebenen Ablauf erfordert.


    Hier noch einmal die Frage an die Profis unter uns, die das Hobby schon sehr lange betreiben, wie ist es im echten Leben denn abgelaufen?


    Alle noch einen schönen Sonntag.

    Gruß Holger

  • Hallo...

    Ich habe in Rheinland-Pfalz bereits des Öfteren mit den Herren vom KMRD ( Kampfmittel Räumdienst )

    zu tun gehabt und kann bis lang nur positives berichten.

    Nach dem ersten kontakt gaben Sie mir Ihre Visitenkarte und meinten wenn ich in dieser Gegend weiter Sondeln werde, werden wir uns bald wieder sehen:-)

    Und ja Sie behielten recht...Sie gaben mir sogar Tipps und Infos wie mit möglichen Funden um zu gehen ist, bzw. diese so zu sichern und kennzeichnen das nicht jeder Spaziergänger sie findet.

    Die Kostenfrage in Rheinland - Pfalz war nie ein Thema und bis lang waren sie über jeden Anruf dankbar...Ihr reden " besser einmal um sonnst gekommen, als einmal zu spät "

    gruß Jaegermeister

  • Jaegermeister


    Vielen Dank für den Hinweis zu Rheinland-Pfalz.


    Natürlich sehe ich jede Art von Kampfmittel als Gefahr für die Allgemeinheit an und natürlich muss bei einem Fund zwingend der KMRD gerufen werden. Dazu gibt es keine Alternativen.


    Also ist in folgenden Bundesländern die Kostenübernahme klar beim Land:


    Nordrhein-Westfalen

    Rheinland-Pfalz


    Unklare Bundesländer:


    Niedersachsen


    Bundesländer wo die Kosten klar bei Grundstückseigentümer liegen:


    ?


    Ich hoffe wir bekommen hier noch weitere gesicherte Infos dazu - vielen Dank.


    Gruß Holger

  • Also mein "erstes Mal" mit dem Räumdienst ist etwa 8 Jahre her, hab die Fundstücke damals mitgenommen, zwischengelagert und dann einen ausm Telefonbuch (gabs damals noch meine ich :winking_face: ) angerufen. Der kam dann paar Tage später und hat das ganz entspannt abgeholt.

    Dann (hier schon mal geschrieben) dieses (oder letztes?) Jahr das Zeug wieder mitgenommen, gelagert und ne Streife informiert, Die waren recht entspannt, einer der beiden gerufenen Kampfmittelräumer war dafür so ein A..... , dass sich die Polizisten, als er weg war, mehrmals für sein Verhalten entschuldigten.

    Dann 2x das Zeug liegen lassen und die Polizisten hingeführt. Die mussten dann warten, bis der KMR kam. Ich nicht :winking_face:
    Hab bisher noch nichts bekommen obwohl ich ja zumindest die ersten beiden Male der "Verursacher war". Scheint also zumindest bei so Kleinzeug das Land Bayern (oder irgendwas in der Richtung) zu zahlen.

    Gruß Michi :smiling_face:

  • In der Regel immer die Polizei rufen. Zum einen wie oben erwaehnt wartet man sonst ewig, zweiter Punkt muss man eventuell dafuer die Kosten tragen, das Internet wirft da auch unterschiedliche Infos zu raus. Kannst aber zum einen in Erklaerungsnot kommen wenn mitten im Wald gefunden...

    Im Zweifel wieder Erde drauf, das Ding liegt da ja schon seit Jahrzehnten. Wenn ich was finde was dann zB eine Stabbrandbombe sein koennte grab ich gar nicht erst weiter und mach gleich zu.

  • Das was der Typ in dem Video macht, ist an Blödheit kaum noch zu toppen!

    Und dann noch so einen Text vor das Video setzen.


    Das was oben zu Rheinland-Pfalz geschrieben wurde ist korrekt.(siehe auch Homepage der ADD).

    Das gilt allerdings nur bei einer konkreten Gefahr.

    Bei lediglich Verdacht, Baumaßnahmen, u.s.w. müssen in der Regel Privatunternehmen kostenpflichtig

    beauftragt werden. Das betrifft uns aber nicht.

  • Soweit ich ds weiß trägst du nur die Kosten wenn ein Kampfmittel auf deinem Grundstück gefunden wird, z.B. bei Bauarbeiten.

    Alles andere zahlt der Steuerzahler.

    Ein kleines Kuriosum gibts glaube ich dennoch. Soweit ich weiß gehören in Deutschland nur die ersten 60cm Boden dem Grundstücksbesitzer. Alles was tiefer ist dem Staat. Heißt man könnte sich streiten wenn eine Granate tiefer liegt wer dann die Kosten übernehmen müsste.

    Sollte ich da was verwechseln, bitte berichtigen.

  • Also mein "erstes Mal" mit dem Räumdienst ist etwa 8 Jahre her, hab die Fundstücke damals mitgenommen, zwischengelagert und dann einen ausm Telefonbuch (gabs damals noch meine ich :winking_face: ) angerufen. Der kam dann paar Tage später und hat das ganz entspannt abgeholt.

    Dann (hier schon mal geschrieben) dieses (oder letztes?) Jahr das Zeug wieder mitgenommen, gelagert und ne Streife informiert, Die waren recht entspannt, einer der beiden gerufenen Kampfmittelräumer war dafür so ein A..... , dass sich die Polizisten, als er weg war, mehrmals für sein Verhalten entschuldigten.

    Dann 2x das Zeug liegen lassen und die Polizisten hingeführt. Die mussten dann warten, bis der KMR kam. Ich nicht :winking_face:
    Hab bisher noch nichts bekommen obwohl ich ja zumindest die ersten beiden Male der "Verursacher war". Scheint also zumindest bei so Kleinzeug das Land Bayern (oder irgendwas in der Richtung) zu zahlen.

    Gruß Michi :smiling_face:

    Ähm Sorry...lese ich richtig die Fundstücke mitgenommen ??? So etwas geht ja nun mal gar nicht und da kann ich nur jedem da von abraten es so zu handhaben...niemals !!!! Wirklich niemals Kampfmittel mit nehmen !!!

    Ich kann den Beitrag so auch nicht glauben, mit mitgenommenen Kampfmitteln macht man sich sofort strafbar...glaube kaum das der KMRD oder die Polizei dann so entspannt reagiert hätten...Also bei Unsicherheit immer KMRD oder Polizei informieren und nie irgendwas mitnehmen !!!

  • Jaegermeister

    Da bin ich völlig bei Dir :handshake:


    Allerdings bin ich mir immer noch nicht sicher wie es sich nun eigentlich verhält?


    Geht man einfach mal hypothetisch von einem zu erwartenden WWII Fund aus, sagen wir eine einzige alte Gewehrpatrone, mit Geschoss oben drauf und das Zündhütchen ist nicht abgeschlagen. Dann muss ich die rein rechtlich...


    Immer vor Ort lassen


    Die Polizei verständigen


    Die dann wiederum was tut, für eine einzige Patrone? Den KMRD informieren? Die Polizei nimmt sie selber mit? Grenzen wir ein Leuchtspur- oder Panzerbrechendes-Geschoß gleich mal aus.


    Wenn für sowas womöglich auf einem Sonntag oder Feiertag der KMRD gerufen wird. Die Patrone in unserer Suchtiefe von 30cm lag und in Niedersachsen, es dann auch noch eine ehemalige deutsche war, ist sowas dann der Worst-Case?


    Muss hier dann der Grundstückseigentümer den Einsatz bezahlen?


    Ich bin mir da mittlerweile nicht mehr sicher und die oben am Anfang gestellte Frage bzgl. des Landwirtes ist da schon relevant nehme ich mal an. Als Sucher kann ich nichts dafür sowas mal zu finden und der rechtliche Rahmen und die Meldung sind völlig klar. Aber wenn da für den Grundstückseigentümer Kosten entstehen, ist es mit der freundlichen Erlaubnis der Suche bestimmt vorbei?


    Fragen über Fragen....


    Gruß Holger

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