Fragen zum Nokta Makro Simplex

  • Hallo zusammen,

    ich bin nun zum zweiten Mal mit meinem Nokta Makro Simplex plus auf Tour gewesen. Immer im ersten Park- Programm mit einer Empfindlichkeit von 4 -5 Balken. Bodenabgleich immer vorher durchgeführt. Ich werd einmal aus den Signalen (Objekt-ID) nicht schlau..............ich finde immer "nur" Schrott, also Eisen. Egal ob das Objekt einen hohen, oder einen niedrigen Wert Anzeigt.

    Ich habe gelesen, dass man seinen Detektor erstmal "verstehen" lernen muss, aber vielleicht hat jemand einen Tip oder Rat für mich.

    Gut Fund an alle, ich bleibe dran...................


    Grüße der Foggi aus der Eifel

  • Hallo Foggi,

    ich bin auch Anfänger und mit dem Nokta Makro unterwegs.

    Zu 90% auf Ackerflächen, da nehme ich den "Feldmodus" der (laut Gebrauchsanweisung) auch ohne Bodenabgleich möglich ist. Das gilt auch für die beiden "Parkprogramme". Bisher habe ich recht gute Erfolge und erkenne mittlerweile meist akkustisch und auf dem Display die Qualität des Fundes.


    Groß helfen konnte ich Dir jetzt nicht aber für uns beide gilt dranbleiben und ausprobieren........................

    Viele Grüße, Bernd

  • Ich hab auf meinem YouTube Kanal ein Video macht zur Schrott Erkennung. Grundsätzlich ist es gut wenn du nichts diskriminiert und den Eisenton anhast. Dann kannst du bei den meisten Eisensignalen einen Eisenton mithören und oft springen die Leitwerten arg. Gute Funde haben meistens einen stabileren Leitwert dh zB 68-69 und nicht 58-69 und es sind keine ganz niedrigen Leitwerten zwischendrin zB 10 oder 05. Sonst ist Park 1 schon gut. Nutze das gerne weil es eine gute Tiefe hat. Ich überlege dass ich meinen YouTube Channel noch mehr Richtung Anfängertipps ausbaue. Grundsätzlich geht's aber fast allen gleich, am Anfang gräbt man viel Müll, das wird besser je mehr Erfahrung du hast

  • Hi Foggi,

    Wie oben schon erwähnt, du musst den Umgang mit den verschiedenen Tönen und den LW lernen. Das ergibt sich mit der Zeit. Der Leitwert ist ein grober Anhaltswert. Mit der Zeit lernst du, das bestimmte LW, ich sag mal grob alles unter 35, meist Eisen signalisiert. Auch springende Töne deuten darauf hin, das Eisen dabei ist. Klare LW sind gut, bedeutet aber nicht, das es auch was "wertvolles" ist, weil zB Alufolie, Blech, große Eisenteile einen gleichen LW anzeigen, wie zB bei einer Münze. Große Eisenteile, die nicht tief liegen, verleiten auch zu einem "wertvollen" Fund.

    Was auch hilft, ist bei Signal, eine Kreuzortung durchzuführen. Hast du ein Signal, drehste dich um 90° und gehst wieder mit der Sonde drüber. Du läufst sozusagen um die Fundstelle herum und schwengst von allen Seiten. Ist der LW konstant, ist es meist ein gutes Zeichen. Kann aber auch sein, das eine Münze nicht platt liegt, sondern hochkant.

    Es ist ein Lotteriespiel, das man aber sehr gut mit dem Kennen der Töne und LW zum Gewinn steigern kann.


    Jeder hat seine eigenen Methoden beim sondeln.

    Ich sondel auf Äckern, die sehr stark mit Eisenschrott verschmutzt sind. Würde ich jedes Signal ausbuddeln, bräuchte ich für 10m 2 Std. weil alle 30cm ein Nagel liegt.

    Ich persönlich buddel unter 40 nichts mehr aus. Überprüfe natürlich bei meinem Detektor mit der Einstellung "iron audio" trotzdem das Signal. Kenne dein Detektor nicht, vielleicht hat er auch so eine Überprüfung.


    Fazit:

    Die verschiedene Töne und Leitwerte zu kennen, sind dein Ziel zum Glück. Das bedingt lernen und Erfahrung sammeln.

    Merke dir die Tiefen, LW und Töne der ausgegrabenen Dinge. Mit der Zeit merkst du, das du nicht mehr jedes Signal ausbuddeln musst.

  • Die Leitwerte sagen nicht immer was aus welches Metall es ist. Es hängt stark von der Größe ab. Ein Nagel hat einen viel niedrigen Leitwert wie ein Hufeisen. Beide ist aus Eisen. Verhält sich also auch in Relation zu der Größe des Objektes. Eine Silbermünze kommt mit weniger Leitwert rein wie ein Hufeisen und so weiter. Man hört es aber am Ton ..bzw. man merkt ja wie groß das Objekt ca ist. Ich bin gerne mit Simplex gelaufen wenn man ihn erst mal versteht macht er schon Laune.

    Nur das man das mit den Leitwerten mal etwas besser versteht. Kurz knackigs Signal hoher Leitwert: Edelmetall von kleiner Größe also könnte Münze sein. Am besten mal ein paar Sachen testen die man rumliegen hat so spart man sich das eine oder andere Loch zu graben. Am Anfang sowieso erst mal alles buddeln damit man ein Gespür dafür bekommt.

  • Hier ein gut erklärtes Video für die Einstellungen in der Praxis. Ich würde auch zusätzlich empfehlen, weitere Videos in der Praxis für sein Gerät anzuschauen. Man kann sehr viel daraus lernen.

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  • Hallöchen

    da ich auch einen Makro Simplex habe kann ich sagen das der Eisenton meist unter 10 liegt (eigentlich stabil bei 4), alles darüber war immer anderes Metall ODER es war sehr groß dann kannst du auch einen LW über 80 haben und trotzdem ist es Eisen.

    Ich war am Anfang auch mit dem Ackermodus unterwegs mittlerweile nehm ich auch den Parkmodus und schaue mir alle über 10 an. Beim schwenken auch ruhig mal um 90° versetzt drübergehen oft wird dann aus einem guten ein schlechter LW...

    Die besten Treffer lagen bei mir (glaube ich) zwischen 20 und 50. Darüber fast nur Müll daruber fast nur Eisen :) aber besser einmal mehr graben als einmal zuwenig

  • Hallo,

    Ich habe auch den Makro Simplex+ und bin recht neu in diesem Hobby.

    Mittlerweile habe ich in den Einstellungen "Eisen" ausgeblendet, also alles unter 16 bücke ich mich nicht mehr :) . Bin immer im 3.Programm auf Feldern unterwegs und habe meine Leistung auf 4 Balken eingestellt. Auf unseren Feldern heißt das dass ich bis zu einer Tiefe von ca. 30-40cm suche, reicht mir voll und ganz aus. :persevering_face:

    Da bei uns (Saarland) recht viel aus dem Weltkrieg liegt kommt doch schon viel Schrott zusammen, aber auch gute Funde sind oft dabei. :smiling_face_with_sunglasses:


    Gruß

    Calimero

  • Servus auch,


    ich habe dieses Frühjahr nach einer sehr langen Pause wieder angefangen, mein erster Detektor war auch der Simplex+. Schau dir meine Beiträge an, dann siehst Du, was ich mit dem Teil alles aus der Erde gezogen habe. Warum grabe ich 100-200-300-400 Jahre alte Münzen aus und Du nur Schrott? Die Antwort ist relativ einfach, weil Du suchst, wo vor 100-400 Jahren nichts los war, vor 20 Jahren Erdaushub mit jeder Menge Müll abgeladen wurde und ich da, wo schon immer Felder waren und Handelsstraßen.


    Was will ich damit sagen? Wo keine alten Münzen etc liegen, kann auch der beste Detektor nichts finden. Einfach mal los laufen kann funktionieren, muss aber nicht. Recherchiere in deiner Gegend mal alte Handelswege, Hohlwege, schau dir Flurkarten von 1750 an, wo waren Felder? Wegkreuzungen? Wo stehen "1000" Jahre alte Bäume? Stehlen mit Heiligenfiguren? Ich habe zB französische Münzen und Uniformknöpfe aus der Zeit um 1870/71 gefunden, obwohl bei uns nicht gekämpft wurde. Die Antwort: französische Kriegsgefangene, die Feldarbeit leisten mussten. Und so weiter und so weiter.


    Beste Grüße,

    Avenger.

  • Innerorts, am Ortsrand und an Straßen findet man immer etwas.


    Für alles weitere ist Recherche und jungfräulicher Boden von Nöten.


    Trotzdem sollte man auch ein Risiko eingehen und unbekanntes Gebiet aufsuchen. Hier sind die interessantesten Funde mit Beharrlichkeit zu finden.

  • Ich glaube, was Avenger damit sagen wollte, ist das die Recherche sehr wichtig ist (einige Sucher sagen, sie ist unabdingbar), da die Sonde (egal wie gut sie eingestellt ist), nur das finden kann, was auch tatsächlich im Boden ist.


    Das kann natürlich auch der heimische Garten sein.

    Ja also,


    wenn dein Haus 1980 gebaut wurde, wirst Du in deinem Garten schwerlich Münzen von 1671 finden. Es sei denn, der Humus, der bei Dir abgeladen wurde, stammt von einem alten Grundstück, was sehr unwahrscheinlich ist.

    Die nächste Frage ist dein Anspruch. Auf einem "modernen" Acker habe ich mal einen ganzen Nachmittag lang gesucht. Abgelaufen bin ich geschätzt einen Hektar. Ausbeute: 2 Pfennig von 1980 und eine Biermünze vom Dorffest in den 1990ern. Wenn Dir das genügt, kannst Du überall suchen gehen. "Meine" anderen Fundstellen habe ich vorher recherchiert, die Resultate (incl. zahlreicher Silbermünzen) sind in meinen Beiträgen zu sehen. Gute Funde habe ich zB in einer Ecke gemacht, wo um 1700 ein Brunnen in der Karte eingezeichnet war.


    Ich hatte einen wirklich guten "Münzacker", der direkt an eine Ortsverbindungsstraße grenzt. Ich dachte mir, auf der anderen Straßenseite geht es weiter, da sind Felder so weit das Auge reicht. Die Ausbeute waren ein 80er Jahre Spielzeugauto und ein paar Pfennig und DM Münzen aus den 70er und 80er Jahren. Die nachträgliche Recherche ergab, das diese Flüche Weideland war, klar liegt da nicht so viel, Kühe verlieren keine Münzen.


    In diesem Sinne: gut Fund!

  • Moin alle zusammen,


    da ich auch mit dem Simplex+ laufe, bin ich hier mal abgebogen. Sehr interessant die Stellen zum Suchen zu recherchieren. Vielleicht ist das hier nun nicht der richtige Thread, bin neu - dann verzeiht mir.


    Jeder von uns kennt von der großen Suchmaschine die Karten und die Satellitenbilder Funktion, doch wie kommt man in seiner eigenen Umgebung zu so alten Karten? Sind die so detailliert, dass man Brunnen erkennt oder alte Kreuzungen zu ordnen könnte? Wie muss ich mir das vorstellen? Richtige Karten mit Maßstab für wird es sicherlich erst ab dem 19. Jahrhundert geben oder nicht? Sind alte Karten immer zugänglich oder fängt hier die Suche schon an? Nicht jeder hat wirklich geschichtlich relevantes genau um die Ecke. Umso interessanter fand ich den Hinweis das man auch ohne eigene Schlachtfelder, Hinweise wie Knöpfe aus der Zeit finden kann, weil Kriegsgefangene Arbeitsdienst leisten mussten - faszinierend.


    Gruß Holger

  • Jeder von uns kennt von der großen Suchmaschine die Karten und die Satellitenbilder Funktion, doch wie kommt man in seiner eigenen Umgebung zu so alten Karten? Sind die so detailliert, dass man Brunnen erkennt oder alte Kreuzungen zu ordnen könnte? Wie muss ich mir das vorstellen? Richtige Karten mit Maßstab für wird es sicherlich erst ab dem 19. Jahrhundert geben oder nicht? Sind alte Karten immer zugänglich oder fängt hier die Suche schon an? Nicht jeder hat wirklich geschichtlich relevantes genau um die Ecke. Umso interessanter fand ich den Hinweis das man auch ohne eigene Schlachtfelder, Hinweise wie Knöpfe aus der Zeit finden kann, weil Kriegsgefangene Arbeitsdienst leisten mussten - faszinierend.


    Gruß Holger


    Zum Sinn einer Recherche gibt es unterschiedliche Meinungen, ich würde nie ohne zum sondeln gehen. In Bayern haben wir den Bayern Atlas, man kann zwischen der normalen (topographischen) und der historischen Karte hin und her schalten, es gibt aber nicht für alle Gebiete Karten aus Jedem Jahrhundert. Bodendenkmäler sind als rote Flächen eingezeichnet und es besteht Grabungsverbot. Im Anhang findest Du einen Screenshot aus meiner Region. Unser Nachbarort ist ein mittelalterliches Fachwerkdorf, das früher Marktrecht hatte, bei uns und in einem anderen Nachbarort gab es Adelsgeschlechter, Burgen, Schlösser, Burgstallungen, etc pp. Den Brunnen habe ich zB auf einer Flurkarte von 1750 gefunden. Ebenso alte Handelswege. Im Internet gibt es Seiten wie Please login to see this link. oder Seiten von Völkerkundlern.

    Das bestimmen von Funden, auch deren Geschichte, ist für mich fast so spannend wie iei Suche selbst. Ob es der Brunnen ist, der vor 200 Jahren versiegte oder dei Kriegsgefangenen, die Arbeitsdienst leisten mussten, der Münzhort, der an einem Baum vergraben wurde, alles super spannend, viele Funde geben Ihre Geschichte nicht preis.


    Gut Fund mit dem Simplex+

    Avenger.

  • Vielen Dank für die Infos, Avenger.


    Das Foto aus dem Bayern Atlas, würde ich so interpretieren das die vielen roten Stellen entlang der Straße zeigen, dass es sich hier bei um eine sehr Alte Straße handelt die es so im Verlauf schon früher gab. Daraus ergeben sich wieder neue Fragen.


    Wie nah darf man die roten Bereiche ran?


    Gibt es vielleicht noch zusätzlich eine Art Bannmeile die man einhalten muss rechtlich?


    Wie weit kann man in so einen Bayern Atlas rein zoomen um hier eine klare Abgrenzung zu bekommen?


    Da es nicht gut wäre wenn jedermann auf solche Daten zugreifen kann, gehe ich davon aus das bei uns in Niedersachsen wohl nur Archäologen sowas können. Sollte man also eine Gemarkung zugewiesen bekommen, muss man wohl mit Hilfe der Archäologen festlegen wo man innerhalb der zu geteilten Gemarkung nicht Suchen darf?


    Ein wirklich sehr vielschichtiges Thema.


    Gruß Holger

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