Neues kleines Feld, neues Glück

  • Hi,

    War heute Mittag mal auf einem kleinen neuen Feld, das nicht bearbeitet wird und prach zwischen den Zuckerrübenäckern liegt. Hab nur an den Stellen gesondelt, wo das Wildgestrüpp nicht so hoch ist.

    Das Glück war auf meiner Seite und brachte einen schönen Silberkreuzer zu tage. Kennt jemand die Herkunft des Kreuzers anhand des Wappen?

    Auch über die schöne Bleiplombe und die Musketenkugel hab ich mich riesig gefreut.

    Hier die Funde:

    Schrott

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    Kreuzer 180?

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    Bleiplombe, Darmstaetder Dampfmühle, A.NEU

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    Aufgepilztes Spitzmantelgeschoss Kaliber 8mm / Musketenkugel 14,6D, 17,6g / 8mm Platzpatrone / halbrunder Knopf

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  • Sieht vielleicht nur so aus, aber die Münze sieht etwas überreinigt aus. Wie bist du vorgegangen?

    Hast du ein Foto von vor der Reinigung?

    Hi,

    Hab nur dieses Foto, wo man eventuell den grauen harten Belag sieht. Die Konturen von Buchstaben und Zahlen waren schon vor der Reinigung nur noch sehr fein.

    Hab die Münze für ca 2 Std. in Essig-Essenz gelegt und danach mit einer gewöhnlichen Zahnbürste abgebürstet.

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    Das gleiche hab ich mit meinem ersten Kreuzer gemacht

    Siehe vorher / nachher

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    Nachher

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  • Genau sowas habe ich befürchtet!


    Essigessenz ist viel zu agressiv für diese Münzen. Man sieht richtig, dass die Oberfläche angefressen ist. Klar, die Münze war vorher schon recht schlecht erhalten, es ist aber eine neuzeitliche Münze mit relativ guter Silberqualität, die halten relativ viel aus. Wenn du die gleiche Prozedur aber mit alten dünnen Münzen oder Billon-Münzen machst, kann es sein, dass du die Münze komplett ruinierst. Der Archäologe würde dir den Kopf abreißen. Mit römischen Denaren niemals machen!! Du würdest auch die Patina zerstören.


    Ich denke die meisten reinigen hier mit Zitronensäure, z.B. aus dem gelben Fläschchen oder in Pulverform. Aber auch die Methode ist recht aggresiv. In anderen Foren wird auch zu Vitamin C Pulver geraten, damit kenne ich mich aber nicht aus.


    Die schonendste Form der Silbermünzen-Reinigung ist bei mir immer das sanfte Einreiben mit Kaisernatron und warmen Wasser, leicht zwischen den Fingern reiben und mehrmals wiederholen.


    Bei nicht so alten Münzen nutze ich dann auch vorsichtig Zitronensäure.


    Aber bei jeder Reinigung gilt: Weniger ist mehr!!

    Vor allem vor der Vorlage beim Archäologen sollte man nur wenig reinigen. Danach kannst du mit den Sachen machen was du willst.


    LG AncientSondler

  • Aber wie bei jeder Sache ist auch hier: Fragst du 10 Leute wie man Münzen reinigt, kriegst du 10 Antworten.

    Bei so neuzeitlichem Zeugs ist das nicht so tragisch, aber bei antiken Funden, und dein Zwiebelacker hat Potential auf Römermünzen, muss man echt vorsichtig sein. Das überlässt man dann lieber den Profis von der Archäologie.

  • Bei Silber


    Warmes Wasser und weiches Tuch.


    Dann Münze bestimmen.


    Sollte der Silbergehalt über 66 Prozent liegen, kannst ruhig Zitronensaft benutzen. Paar Minuten einlegen, kurz mit den Fingern reiben und mit Wasser abspülen. Mehrmals wiederholen.


    Wobei silber mit 33 Prozent auch geht. Vorsichtig sein.

  • Meine Erfahrung sagt, dass die Essigessenz weniger übel für die Münzen als Zitronensäure in ihrer allen Variationen ist. Weniger heißt natürlich nicht, dass man sie bedenkenlos anwenden sollte. Die Billonmünzen sollte man eigentlich, wie welche aus Kupfer/Bronze behandeln. Sprich, keine Säuren, nur mechanisch, im Idealfall unter einem Mikroskop. Wenn man bei solchen Münzen Säuren anwendet, dann nur punktuell (z. B. mit Wattestäbchen) und unter strenger Einwirkungszeitkontrolle usw.

  • Hallo,

    Heute auf dem Weg zum kleinen Feld, bin ich erst noch mal neben der uralten Bahnlinie, die seit 1984 nicht mehr genutzt wurde (Gleise, Schwellen, Schilder alles weg, nur noch der Schotter zu sehen. Durch Zuwucherung kann man fast nicht mehr sehen, das da mal Zugverkehr war.), auf dem Zuckerrübenacker 1-2m neben dem Feldweg entlanggesondelt.

    Da gab es allerhand Gleisschrott. Besonders gut gefällt mir der Gleisnagel, den ich mir aufhebe.

    Als Schmankerl und erstes Signal die 2 Pfennig Deutsches Reich 1874.


    Der Rest, wie kleiner schöner Knopf, Blei, Bleiplomben, Führungsring einer Granate usw, gabs auf dem kleinen Feld

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